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1) Wann das Haus Westend errichtet wurde, ist noch nicht ergründet worden. Als Inhaber wird 1908 Adolf Haas genannt. Er vermietete Zimmer und bot seinen Gästen verschiedene Weine, Hachenburger Pils sowie kalte und warme Speisen an. Im Haus konnte man Billard spielen, auch eine Kegelbahn war vorhanden. Bekannt war das Haus Westend vor allem wegen seines 1885 entstandenen Saales.

In der Westendhalle wurden zahlreiche kleinere und größere Feste gefeiert. Anlässlich der Feierlichkeiten zur Enthüllung des Denkmals für Kaiser Wilhelm I. fanden 1913 im Hotel Westend bzw. in der Westendhalle Versammlungen, ein Doppelkonzert und ein Ball statt.

Die Halle sah allerdings auch weniger schöne Veranstaltungen. So versammelte sich etwa am 12. Juni 1933 und am 9. September 1935 die Hachenburger NSDAP-Ortsgruppe im Westendsaal. Zur Beliebtheit dieses Treffpunktes trug das Kino (Westend-Lichspiele, Schlosstheater) bei, das 1939 erstmals erwähnt wird. Als am 28. Juni 2002 das neue Kinozentrum an der Ecke Bahnhofstraße/Nisterstraße seine Pforten öffnete, wurde das erwürdige Schlosstheater kaum noch besucht. Seit dem 6. September 2003 riss man Teile des mittlerweile leerstehenden Theaters samt dem zugehörigen Atelier ab. Das Restgebäude wurde für die Zwecke des Gasthauses umgebaut.  1) Quelle / Grathoff, Stefan: Geschichte der Stadt Hachenburg. Materialiensammlung im Internet mit URL www.regionalgeschichte.net (Stand 27.08.2011)

 
 
 
 
 

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